AngelPine - not of this world...................
 
AngelPine® - was ist das?
Für AngelPine® - Instrumente wird Holz aus der großen Familie der Pinaceae verbaut, je nach gewünschter Klangeigenschaft, meistens Schweizer Alpenfichte, die traditionsgemäß seit Jahrhunderten im Streichinstrumentenbau eingesetzt wird.
 
AngelPine - wie kam es dazu?

Am Anfang stand der Kundenwunsch: "Bau doch mal ein Modell wie das von Leo damals....du weißt schon, das er aus Ampgehäuseholz gebaut hat......."

Und am Anfang standen VIELE Kundenwünsche nach leichten Instrumenten, ohne Obertonverlust, ohne Matsch im Bassbereich usw usw.

Und dann wären da natürlich noch die Neugier, die Experimentierfreude des Gitarrenbauers zu nennen. Aber der soll hier mal selbst berichten:

"So viele Kundenwünsche - also habe ich mich auf die Suche nach einem Holz gemacht, das vielen Anforderungen gerecht werden musste:
Zunächst sollte es ein europäisches Holz sein, da ich unabhängig von Importen aus den USA sein möchte.
Dann: Leo hatte damals massive Probleme mit ausfließendem Harz aus sog. Harzgallen, was dann zu heftigen Klebeattacken geführt hat. Gefragt war also ein leichtes Nadelholz ohne Harzgallen, stabil genug um daraus E- Gitarrenbodys zu machen.
Fündig wurde ich beim Tonholzlieferanten meines Vertrauens, der zunächst stirnrunzelnd und kinnreibend in den unergründlichen Tiefen seines "old stock"- Holzlagers verschwand, schließlich aber mit strahlendem Gesicht eingestaubt wieder auftauchte und mir zwei Stücke Holz in die Hand drückte, die eigentlich mal was ganz Anderes hätten werden sollten......
Rein ins Auto, heim und sofort losgefräst..... Die Bearbeitbarkeit war in Ordnung und so rückte dann die Stunde der Wahrheit immer näher.
Schon beim Besaiten der ersten Gitarre vernahm ich die kristallklaren Lebenszeichen. So etwas kannte ich bis dato noch nicht, obwohl ich glaubte schon so ziemlich alles über E-Gitarren zu wissen. Und dann war sie fertig, die erste Gitarre aus AngelPine!
Am Verstärker eröffnete sich mir ein neues Klanguniversum. Alles war anders, besser gesagt: intensiver.
Im Vergleich zu Modellen aus Erle oder Swamp Ash ist der Frequenzgang der Gitarre in beide Richtungen weiter ohne irgendwelche Überbetonungen oder Einbrüche. Der Attack, also die Einschwinggeschwindigkeit ist deutlich höher, der Ton baut sich also schneller auf, er springt einem förmlich ins Gesicht. Twäng ! Erfahrungsgemäß müsste der Ton dann schneller absterben, was man ja von vielen Halbresogitarren her kennt - aber nein! Sustain ohne Ende.....
Vollkommen verblüfft schaltete ich meinen Overdrive ein - und die Art wie die Gitarre kommunizierte war ebenfalls intensiver und vielfältiger. Amp und Gitarre schienen eine Einheit zu bilden, die mir eine unendliche Vielzahl von Klängen offerierte.

Gut. Nach und nach ging es dann weiter mit der Erforschung neuer Klangwelten, wobei ich feststellte, dass ich meinen Overdrive um 50% herunterdrehen konnte, da einfach nicht so viel Verzerrung erforderlich war!

Das Verblüffendste aber ist die Tatsache, dass es am cleanen Amp einfach Spaß macht Gitarre pur zu zelebrieren. Cleansounds, die einen Verzerrer nicht vermissen lassen, hatte ich in dieser Form noch nie.

Natürlich gibt es auch Dinge, die es zu beachten gillt:
Wie auch schon bei unseren Korinagitarren neigt man dazu den Amp immer weiter aufzudrehen, da dieser Sound einfach dazu verleitet, weil´s doch sooooo schön klingt und schwingt. Ich höre gerne Gitarren über eine alte 4 x 12er mit Greenbacks und einem 65er Blackface Bandmaster ab ( Gitarre - Amp - Box ). Steht der Volume Regler dann auf 5, stellt sich ein leichtes Endstufengecrunche ein und ab geht die Post! Die Ohren machen danach pfffffffffffffffffffffffffffffffffft und es ist sicherlich ungesund - aber einfach nur noch geil !
Solch hochresonante Gitarren benötigen also nicht so viel Overdrive bzw. quittieren zuviel des Guten unmittelbar mit Rückkoppelungen der gesamten Gitarre, was sich in üblen Uuuuuiiiiiii´s bemerkbar macht.
Also bitte Zerre mit Feeling! Auch sollten Gurtpins auf keinen Fall irgendwelche Geräusche machen, da diese sonst über den Amp zu hören sind.

Und last but certainly not least: Meine Bandscheiben freuen sich über ein Durchschnittsgewicht von 2,95 kg und ertragen so auch länger ausschweifende Sessions.

SOUNDBEISPIELE? Hier entlang bitte....